Silber für Nguyen am Barren und Hambüchen am Reck

Datum: 07.08.2012

Reckspezialist Fabian Hambüchen hat nach seinem unglücklichen Tag beim Mehrkampffinale eine bärenstarke Leistung im Finale seines Paradegeräts gezeigt. Nach der Silbermedaille für Marcel Nguyen am Barren steuert Hambüchen am Dienstag, 7. August 2012, das insgesamt dritte Edelmetall des DTB zum Medaillenspiegel der Deutschen Olympiamannschaft bei. Fabian Hambüchen war angetreten, um vorne anzugreifen. Der Wetzlarer zeigte seine spektakulären Flugelemente in einer sauberen Übung und erhielt 16.400 Punkte bei einem Ausgangswert von 7,5. Damit ließ er die beiden Chinesen hinter sich und war auf Goldkurs. Nur einer konnte Fabian Hambüchens Leistung noch toppen – der Niederländer Epke Zonderland zeigte eine Kombination von drei Flugelementen in Folge. Mit seiner spektulären Show hatte er einen Schwierigkeitsgrad von 7,9 und erhielt 16.533 Punkten, was Gold bedeutete.

 

"Ich bin völlig durch und wirklich überwältigt. Die Situation im Olympischen Finale zu sein und dort eine eine perfekte Übung zu turnen, dass war alles was ich wollte. Ich bin glücklich, dass das gelungen ist", sagte Hambüchen anschließend.


In einem packenden Barrenfinale zeigt der Europameister Nguyen zuvor gegen starke Konkurrenz eine beeindruckende Leistung und holte seine zweite Silbermedaille! Marcel Nguyen hatte sich souverän für das Finale an seinem Paradegerät Barren qualifiziert und wollte nach seiner überragenden Leistung im Mehrkampffinale nachlegen. Als Europameister ging der Münchner zwar aussichtsreich in den Wettkampf, jedoch war von der Konkurrenz ebenfalls viel zu erwarten. Mit Zhang Chenglong und Feng Zhe aus China sowie dem japanischen Brüderpaar Kazuhito und Yuzuke Tanaka, als auch dem Russen Emin Garibov, hatte Marcel Nguyen ein starkes Teilnehmerfeld neben sich.

Während Feng Zhe mit einer fehlerlosen Übung mit Schwierigkeit 7,0 eine überragende Punktzahl von 15.966 herausholte, zeigten die übrigen Favoriten Nerven. Marcel Nguyen ging selbstbewusst, mit seiner Mehrkampf-Silbermedaille im Rücken, an das Gerät. Der 24-Jährige zeigte eine saubere Übung mit seinem gewohnt spektakulären Tsukahara-Abgang und Schwierigkeit 6,8, was ihn auf Rang zwei bugsierte. Banges Warten gab es in der Arena nach der Übung des Russen Garibov, aber dann war es amtlich. Garibov konnte selbst Hamilton Sabot aus Frankreich nicht vom dritten Rang verdrängen – Marcel Nguyen holt mit 15.800 Punkten hinter dem Chinesen Feng Zhe sein zweites Olympisches Silber!

 

"Ich bin überglücklich, dass wir drei Silbermedaillen gewinnen konnten und wenn man so will, eine halbe Bronzemedaille", bilanzierte DTB-Präsident Rainer Brechtken auch mit Blick auf den unglücklichen vierten Platz von Janine Berger. "Ich wünsche mir, dass alle Athleten dabei bleiben und zukünftig noch eine Schippe drauflegen. Insofern ein sehr zufriedener DTB", so der Präsident.

 

© Deutscher Turner-Bund

 

 

Ergebnisse der weiteren Final-Wettkämpfe

 

Elisabeth Seitz hat am Montag, 06.08.2012, im Stufenbarren-Finale der Olympischen Spiele noch einmal ihre tolle Form unter Beweis gestellt und mit 15,266 Punkten den sechsten Platz belegt. Eine sichere und tolle Leistung von Elisabeth Seitz.

 

Mit den Plätzen vier und fünf konnten die deutschen Turnerinnen am Sonntag (05.08.12) im Sprungfinale ein starkes Ergebnis einfahren. Janine Berger verpasste die Bronzemedaille nur knapp nach einer umstrittenen Entscheidung für die Amerikanerin Maroney, die trotz Sturz Silber gewann.

 

Am Sonntag, 05.08.2012, erreichte Marcel Nguyen in einem stark besetzten Bodenfinale Rang 8 mit 14,966 (6,6) Punkten. Trotz kleiner Wackler zeigte er eine sehr gute Übung, konnte sich aber gegen die zu starke Konkurrenz nicht durchsetzen.

 

Trampolinturnen bei den Olympischen Spielen

 

Die Trampolinturner des DTB erreichten in den Qualifikationswettkämpfen stabile Ränge. Anna Dogonadze hat am Samstag, 04.08.2012 bei den Olympischen Spielen in London noch einmal ihre ganze Klasse demonstriert. In der Qualifikation turnte sie zwei starke Durchgänge und kam damit summiert auf 100,370 Punkte, was leider „nur“ für den zehnten Rang und damit nicht für de Endkampf reichte. Bereits einen Tag zuvor hatte Henrik Stehlik bei den Männern in der Qualifikation der Olympischen Spiele den neunten Platz erreicht und das Finale damit ebenfalls nur knapp verpasst. Der Salzgitteraner turnte vor 14.000 Zuschauern fehlerfrei und kam auf gute 106,065 Punkte. Dies bedeutete in dem extrem starken Teilnehmerfeld immerhin einen Rang unter den Top Ten.


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