Bundesligaauftakt in Stuttgart - mit am Start die TSG Steglitz

Datum: 28.02.2018

Am kommenden Samstag startet die Bundesliga der Frauen in Stuttgart in die neue Saison. Der frühe Saisonbeginn bringt für die Vereine aber einige Herausforderungen mit sich. Viel Zeit blieb den Teams in der wettkampffreien Phase nicht, um neue, noch schwierigere Übungselemente draufzupacken. Rekordmeister und Gastgeber MTV Stuttgart will den Titel der Frauen unbedingt verteidigen, muss aber gleich im ersten Wettkampf vor eigenem Publikum in der SCHARRena (18:00 Uhr) auf die beiden Stammkräfte Tabea Alt und Elisabeth Seitz verzichten. Während Seitz beim zeitgleich stattfindenden Weltcup in Chicago an den Start gehen wird, muss die WM-Dritte Alt verletzt passen. «Wir haben ein Backup gebraucht. Mit Lara Hinsberger und Maike Halbisch konnten wir zwei junge Turnerinnen ins Team holen, die uns entlasten und die fehlenden Einsätze kompensieren», erklärte Kim Bui die Neuverpflichtungen. «Den anderen Vereinen ergeht es aber nicht besser», weiß die Stuttgarterin.

Denn auch Vizemeister TG Karlsruhe-Söllingen hat so seine Personalprobleme. In Pauline Tratz (Studium in USA), Leah Grießer (Studium) und Maike Enderle (Wettkampfpause) muss der Vizemeister auf seine gesamte bisherige erste Reihe verzichten. Wo sich die Nachwuchsriege in der Liga positionieren wird, ist ungewiss. «Nach dem Wettkampf werden wir da schlauer sein», sagt Karlsruhes sportliche Leiterin, Tatjana Bachmayer. Auch Chefcoach Chris Lakeman ist gespannt auf sein junges Team. «Entweder wir werden einen grandiosen Abend erleben oder mitfliegenden Fahnen untergehen», hält der Amerikaner beide Szenarien für denkbar.

Der TSV Tittmoning hat in Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer und ihrer Teamgefährtin Sophie Scheder Anfang Februar zwei absolute Spitzenkräfte nach Bayern gelockt. Selbstredend erwartet das Team um Trainerin Natalie Pitzka in dieser Saison eine deutlich bessere Platzierung im Endklassement – Finalteilnahme nicht ausgeschlossen. Allerdings werden die beiden Chemnitzerinnen wohl erst in der zweiten Saisonhälfte ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Nach dem Rückzug der TuS Chemnitz-Altendorf hat die Bundesliga in dieser Saison gleich zwei Aufsteiger. Mit dem SSV Ulm kehrt auch eine altbekannte Turnerin ins Rampenlicht zurück: Janine Berger, Olympiavierte am Sprung von London 2012. Ohne sein bisheriges Aushängeschild Marlene Bindig muss dagegen der Dresdner SC die Bundesliga stemmen. «Wir wissen was wir können. Ob das reicht, um den Klassenerhalt zu sichern, wird vor allem daran liegen, wie stabil und verletzungsfrei wir über den Saisonverlauf turnen», sagt Cheftrainer Tom Kroker.

Weitere Informationen finden sie wie immer unter:

www.deutsche-turnliga.de


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