Berliner bei WM im Biathlon-OL mit Medaillen

Datum: 20.08.2019

Vier Medaillen gab es für die Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den diesjährigen Weltmeisterschaften im Biathlon-OL vom 1. - 4. August im finnischen Olympiazentrum Lahti in Hollola. 2-mal Silber für Monika Braatz (Seniorinnen AK 60/IHW Alex 78) und je 1-mal für Frank Braatz (Senioren AK 55/IHW Alex 78) und Bernd Wollenberg (Senioren AK 70/Berliner TSC).

 

Im Juniorenwettbewerb errang Tim Dalheimer (Berliner TSC) einen fünften Rang, Benno Schütz (Senioren H 35) wurde auf Platz sechs gelistet. Im Hauptwettbewerb der Elite, bei der je Nation je 10 Damen und Herren starten können, errang Sebastian Fleiß (Berliner TSC) einen 25. Platz beim Sprint und einen 27. Platz bei der Klassikdisziplin.


Die Strecke forderte den Läuferinnen und Läufern einiges Geschick ab. Begann sie doch recht flach führte die weitere Route durch ein durch Felsen, unzähligen Einschnitten und üppiger, typisch skandinavischer Untervegetation geprägtem Geläuf.
Erste Teildisziplin im Klassikwettbewerb war das Präzisionsorientieren. Einzig der Startpunkt war auf der knapp drei Laufkilometer zählenden, im Gelände markierten Strecke, auf der Blindkarte eingetragen. Die 10 auf dieser Bahn vorhandenen Kontrollposten mussten nun entsprechend der Wettkampfbestimmungen der Internationalen Biathlon-Orienteering Federation (IBOF - Rules) mittels Einstich exakt auf der Karte markiert werden. Jeder mm Abweichung bedeutete eine Strafminute, 10 kann es je Posten maximal geben.


Nach diesen 3 km folgten der „Lang-Orientierungslauf“ (3,8 km der Senioren AK 70, 11,8 km der Eliteherren). Die beiden 10ner Schießeinlagen (liegend und stehend), unterbrochen durch einen 1,2 km kurzen weiteren Orientierungsparcours, bildeten die weiteren Teilelemente. Für jeden Fehlschuss wurden zusätzlich zwei Minuten addiert, maximal also 40 Minuten obendrauf.


„Meine Bronzemedaille“, so resümierte Bernd Wollenberg zur Siegerehrung, „erlief ich mir im ersten Teilabschnitt mit nur 4 von 100 möglichen Strafminuten.“ Von Anfang an muss bei dieser Teilstrecke jeder Schritt verinnerlicht werden – neben genauem Kartenlesen ist es extrem wichtig, alle Techniken des Orientierens perfekt zu beherrschen. Während einige die Strecke in zügigem Tempo absolvierten und die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann auch entsprechend Strafminuten sammelten, war der gut beraten, der sein Lauftempo so anpasste, dass jederzeit der eigene Standort auch fast metergenau erkannt wurde.


Bei den Eliteläuferinnen und -läufern fließt die WM ebenfalls in die Weltcupwertung ein. Somit liegt Sebastian Fleiß nach der Weltmeisterschaft mit 50 erlaufenen Punkten im aktuellen Weltcup auf Platz 31, Nico Seegert (Berliner TSC, bei der WM nicht am Start) mit 17 Punkten auf Platz 52 und Frank Braatz, der die ersten drei Weltcupwettbewerbe in der Elite startete, mit 16 Punkten auf Platz 56.


Bernd Wollenberg


Benno Schütz (liegend) und Sebastian Fleiß (stehend) beim Schießen. (Foto: Bernd Wollenberg)

Benno Schütz (liegend) und Sebastian Fleiß (stehend) beim Schießen. (Foto: Bernd Wollenberg)

Frank Braatz (rechts) bei der Siegerehrung der AK 55. (Foto: Bernd Wollenberg)

Frank Braatz (rechts) bei der Siegerehrung der AK 55. (Foto: Bernd Wollenberg)

Monika Braatz auf dem Weg zu ihrer zweiten Silbermedaille. (Foto: Bernd Wollenberg)

Monika Braatz auf dem Weg zu ihrer zweiten Silbermedaille. (Foto: Bernd Wollenberg)

Sebastian Fleiß am Sichtposten. (Foto: Bernd Wollenberg)

Sebastian Fleiß am Sichtposten. (Foto: Bernd Wollenberg)

Tim Dalheimer beim Probeschießen. (Foto: Bernd Wollenberg)

Tim Dalheimer beim Probeschießen. (Foto: Bernd Wollenberg)




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