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One Billion Rising 2022 – BTFB-Vereine dabei

Datum: 10.02.2022

Am 14.02.2022 findet weltweit die Tanz-Demo gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt. BTFB-Vereine haben sich aktiv und intensiv, mit Unterstützung der Berliner Turnerjugend, darauf vorbereitet und werden die Aktion am Brandenburger Tor unterstützen.

 

Schon im letzten Jahr, zu den erstmals digitalen Bewegungshorizonten des BTFB, wurde die Kampagne mit der Initiatorin der Sportjugend Berlin, Marnie Meyer-Lippok, beworben. Unter dem Motto den Tanz sichtbar machen, konnten die Übungsleiter*innen und Trainer*innen der Vereine den Tanz "Rise" - "Erhebt Euch für die Körper von allen Frauen, Mädchen und der Erde" - erlernen.


Hier der Link für alle Tänzer*innen, die am 14.02. noch mit dabei sein wollen! Ab Zeitstempel 3:28:00 geht es los.


Die Pandemie hat Stillstand produziert für jedes einzelne Mitglied. Wir wollen somit den Neuanfang für die Vereine mit der Kampagne sichtbar bewerben und alle motivieren, sich daran zu beteiligen.


Über One Billion Rising


Am 14.02.2022 wird wieder weltweit getanzt, um nicht zuletzt die vielen Formen der Gewalt sichtbar zu machen, die in Zeiten der Pandemie vermehrt hinter verschlossenen Türen und auch im digitalen Raum stattfinden. Dieses Jahr ist das Motto: Rise – Erhebt Euch für die Körper von allen Frauen, Mädchen und der Erde.


Ziele

  • Gewalt verurteilen
  • Gemeinsam tanzen und visualisieren
  • Verbindung schaffen
  • Schweigen brechen und der Realität ins Auge schauen: Jede 3. Frau – 1 Milliarde Frauen ist betroffen.
  • Scham und Schuld auflösen, weil Betroffene nicht schuld sind. Scham und Schuld gilt den TäterInnen. So heißt es sich zu verbinden, gemeinsam gegen das Unrecht anzugehen, in der Gemeinschaft gestärkt zu werden und somit aus der Isolation auszubrechen.


Frauen wertschätzen und respektieren – das „sogenannte“ Weibliche aufwerten


In Deutschland ist jede 3. Frau von Gewalt betroffen. Menschenrecht ist auch Frauenrecht. Das Frauenbild ist u.a. stark geprägt durch sexistische Werbung. Nach wie vor haben viele noch ein veraltetes, diskriminierendes Frauenbild im Kopf.


Unsere Gesellschaft braucht eine Aufwertung der „sogenannten“ weiblichen Eigenschaften, wie z.B. zart, weich, empathisch, umsorgend, hingebend … Die Verleugnung des sogenannten Weiblichen bei Frauen wie Männern, bewirkt eine Abspaltung von sich selbst. Sowohl Fremd- als auch Selbstverurteilung sowie Leugnung ist und bewirkt Gewalt.


Wertschätzung und damit Aufwertung des Weiblichen löst Gewalt, bringt Freiheit und Frieden.


Erfolge von der Aktion One Billion Rising – Mut machen


Die Veranstaltung soll Mut machen! OBR hat bisher vielen Frauen auf der ganzen Welt Mut gemacht sich zu erheben (rising). Kongresse, Demonstrationen, Gesetzesveränderungen wurden initiiert, Täter angezeigt und Netzwerke haben sich gegründet.


Tanz: sichtbar machen und aufwerten


Gesellschaftliche Zwänge, traumatische Erlebnisse können den Körper stark verspannen, beschneiden und zur Erstarrung bringen. Körperbewusstsein und Tanz können uns aus der Starre lösen. Der Körper liebt es, sich zu bewegen. Ziel ist es, sich Bewegungsfreude und Körperfreude wieder anzueignen. Kinder sind uns ein gutes Vorbild, wie ungezwungen, wild und voller Lebensfreude sie sich bewegen können.


Der Tanz bringt uns zu unserem Körpergefühl zurück und damit können wir unsere Grenzen, unseren Raum und unsere Bedürfnisse spüren. Tanz kann uns in Kontakt mit uns selbst und anderen bringen. Wer im Kontakt mit sich selbst ist, kann die eigenen Bedürfnisse spüren und für sich dementsprechend sorgen. Abhängigkeiten können aufgespürt und gelöst werden. Wenn wir tanzen, sind wir stark. Wenn wir gemeinsam tanzen, sind wir noch stärker. Tanz ist ein uraltes Mittel, um Lebenskraft, Freude und Verbundenheit zu schaffen.


Körper wertschätzen und achten


Wir leben in einer nicht körperfreundlichen und eher gewaltbereiten Leistungsgesellschaft. Unser Körper hilft uns zu erkennen, was Unrecht ist. Der Körper lügt nicht, wenn er schmerzt. Unsere Verantwortung ist es, auf unseren Körper zu achten, ihn sorgsam zu schützen und Verletzungen zu benennen. Nur wenn eine Verletzung sichtbar und benannt wird, kann sie beginnen zu heilen und man weiß, was sie braucht, um zu heilen. Ansonsten eitert die Wunde im Unbewussten. Nur bewusst können wir im liebevollen, achtsamen Sein die Wunden verbinden und Veränderung bewirken. Mit Körperbewusstsein können Grenzen wahrgenommen werden und gesetzt werden.


Der erste Schritt zur Heilung ist immer das Gesehen werden. Mit sanfter Körperwahrnehmung und Körpersensibilisierung kann das Wohlfühlen und die Freude am eigenen Körper wieder erlebt und gestärkt werden.


Der Körper ist heilig. Wir können unseren Körper wertschätzen, lieben und schützen und uns am Leben freuen. Der Satz: „Körper als Heimat“ (Anna Oppermann) beinhaltet alles.


One Billion Rising ist eine internationale Kampagne, die weltweit gegen Gewalt an Frauen und Mädchen vorgeht. Gründerin ist die Autorin und Aktivistin Eve Ensler mit der Organisation „V-day“. Die Kampagne setzt sich für Gerechtigkeit ein, fordert und fördert die Gleichstellung der Geschlechter und die Selbstbestimmung und Wertschätzung von Frauen und Mädchen. Weltweit sind Männer und Frauen von Gewalt betroffen. Jede 3. Frau war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt. 1 Milliarde Menschen werden sich an dem Tag erheben und tanzen. Berühmte Persönlichkeiten wie Jane Fonda, Robert Redford und sogar der Dalai Lama haben u.a. schon die weltweite Kampagne befürwortet.


Männer

  • sind erwünscht
  • Männer erfahren auch Gewalt
  • Frauen und Männer setzen sich dafür ein, Gewalt zu verurteilen. Eine Gesellschaft kann sich nur verändern, wenn sich Frauen und Männer gemeinsam für Gerechtigkeit einsetzen.

 

 


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