Katharina Fabian

Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 5 (Oktober/November 2022)

 


Zur Person

Die 28-jährige Psychologin Katharina Fabian ist Kinderschutzbeauftragte des 1. VfL FORTUNA Marzahn.

 


Seit meinem 5. Lebensjahr bin ich mit meinem Verein verbunden und weiß, wie schön es ist, als Kind eine zweite Familie im Sport zu haben. Ich habe Feldhockey gespielt und den Teamgeist in einer stabilen Mannschaft schätzen gelernt. Ich habe also ein großes Herz für den Sportverein und für Kinder und Jugendliche. Ich möchte, dass es ihnen gut geht und sie sicher sind bei ihrem Sport im Verein. Und ich bin ein großer Fan von Prävention. Also habe ich ja gesagt, als eine Kinderschutzbeauftragte gesucht wurde.


In dieser Funktion bin ich die erste Person, die sich den Hut aufsetzt für das Thema Kinderschutz, Informations- und Anlaufstelle, immer ansprechbar für Fragen, Nöten, Sorgen, Probleme, auch für die der Trainer*innen im Verein. Ich arbeite eng mit unserer Vereinsvorsitzenden Nicole Greßner, die ja auch Kinderschutzbeauftragte des BTFB ist, zusammen.


Wir haben im Verein in fast allen Abteilungen Kinderschutzbeauftragte und kommunizieren das den Kindern u.a. über Aushänge mit Telefonnummern in den Schaukästen, an denen sie zum Training vorbeigehen. Das funktioniert gut. Und wir haben natürlich auch einen Kummerkasten.


Es gibt viele Themen, bei denen man ansetzen kann. Niemand möchte, dass es Kindern schlecht geht. Und doch entstehen Konflikte, das kennt jeder von uns. Wichtig ist immer zu wissen, wohin man sich dann wenden kann, als Kind oder Jugendlicher, als Trainerin oder auch als Vereins-Verantwortlicher.


Es geht oft um ganz alltägliche Dinge: Um Unstimmigkeiten, zum Beispiel beim Leistungsgedanken – die Eltern wollen schnelle Leistungssteigerungen, der Trainer sieht das anders und die Athletin hat vielleicht gerade gar keine Lust mehr aufs Training. Da muss man offen miteinander reden können, sich vielleicht Unterstützung dazu holen, damit erst gar kein größerer Konflikt entsteht. Das gehört aus meiner Sicht alles zum Kinderschutz.


Wir wollen eine offene Atmosphäre schaffen, in der sich alle Beteiligten sicher und wohl fühlen. Führungskräfte, Trainer*innen, Lehrende müssen sich fragen: Wie spreche ich mit den Kindern? Wie gehen wir überhaupt miteinander um? Kinder lernen über Vorbilder – was lernen sie, wenn sich Erwachsene anschreien? Gibt es für Fehlverhalten gegenüber Kindern Sanktionen? Welche? Und wird die Einhaltung kontrolliert? – Das alles spielt da mit hinein.


Informationen sind dabei ganz wichtig – zum Thema selbst, zu möglicher Unterstützung, zum Verhalten in Konfliktsituationen. Deshalb finde ich es super, dass es die Konferenz des BTFB im Januar gibt! Dass auch die Trainer*innen dort Gehör für ihre Themen finden und wir gemeinsam viele Leute gewinnen können, die sich künftig mit dem Thema Kinderschutz beschäftigen.


Vieles bleibt dennoch ein schmaler Grat. Der Sport macht so viel Positives mit den Kindern, und dann gibt es einen kleinen Prozentsatz von Leuten, die dort falsch aufgehoben sind. Es darf nicht sein, dass dies dazu führt, letztlich all das Schöne und Positive zu verbieten. Dann lieber das Licht an, damit es keine dunkle Ecken gibt!

 


Foto: privat

Kinderturnen in Berlin


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