Andrea Frase

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 4 (September 2021)

 


Zur Person

Andrea Frase (60) ist BTFB-Buchhalterin (hauptamtlich) und Betriebswirtin.

 


Mein Aufgabengebiet als Buchhalterin umfasst die Bereiche Rechnungswesen, Kontrolle des Zahlungsverkehrs, Mahnwesen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Haushaltsplänen, Steuererklärungen, die Abrechnung von Verwendungsnachweisen gegenüber Förderern sowie die Beratung von ehrenamtlichen Fachwarten und Vereinen in finanziellen Belangen.


Aus meiner Sicht findet meine Arbeit eher im Hintergrund statt. Wettkämpfe und Events müssen finanziell weit im Voraus geplant und im Nachhinein abgerechnet werden. Bei den Veranstaltungen bin ich zwar meist mit vor Ort, aber mehr die Ansprechpartnerin im Backstage. Wenn es z. B. um Auszahlungen der Preisgelder oder Helfergelder geht, heißt es immer: „Geht mal zu Andrea, das ist die Frau mit dem Geld“.


Ich bin seit 01.11.1999 in diesem Bereich tätig. Aufmerksam wurde ich auf diese Stelle durch den ehemaligen Sport -und Turnjournalisten Hans-Jürgen Zeume, der mir die Stellenausschreibung im Turnmagazin weiterleitete. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Ich komme nicht aus der Branche. Ich habe jahrelang im Staatlichen Komitee für Rundfunk als Ökonomin/Betriebswirtin gearbeitet.


Ich habe Spaß am Umgang mit Zahlen, kaufmännisches Interesse, Freude an der Buchhaltung gekoppelt mit meinem Interesse für Sport.


Die größte Herausforderung ist für mich, dass sich der BTFB auf meine korrekte Haushaltsführung und die Einhaltung der Etats verlassen kann und ich somit einen Beitrag zur finanziellen Absicherung des Verbandes leisten kann.


Bei den Kassen- und Steuerprüfungen kam es in all den Jahren zu keinen erwähnenswerten Beanstandungen. Darauf bin ich stolz.


Zu meinen unvergesslichen Events gehören die Turn-EM 2011, bei der ich für die Buchhaltung zuständig war und das Internationale Deutsche Turnfest 2017 in Berlin, da ich dort zum ersten Mal mit den Kollegen von der Buchhaltung des Deutschen Turnerbundes aus Frankfurt zusammentraf.


Ich fühle mich im Umgang mit den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und den Ehrenamtlichen anerkannt. Ich habe den Eindruck, dass die Buchhaltung oft eine zentrale Anlaufstelle ist, wo man sich austauscht oder finanziellen Rat sucht.


Die Arbeit von Ehrenamtlichen in ihren jeweiligen Bereichen nötigt mir besonderen Respekt ab. Ich bewundere daran, dass sich die Menschen, oft neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit, freiwillig und ohne Vergütung engagieren.


Durch mein spezielles Fachgebiet arbeite ich nur indirekt mit anderen zusammen. Seit 2020 habe ich einen Azubi, Daniel Zander, als Unterstützung in der Buchhaltung. Hauptansprechpartner ist der Geschäftsführer, Claudio Preil. Ich bin durch das Internet mit Vereinen, LSB, Senat, Steuerbüros, Banken und dem Agenda-Buchhaltungssystem vernetzt.


Da in der Corona-Zeit die Wettkämpfe und unsere jährliche Veranstaltung „Feuerwerk der Turnkunst“ nicht mehr stattfinden konnten, fielen die Einnahmen weg und wir mussten überlegen, wie der Betrieb weiterläuft. Für mich bedeutete das, dass ich mich plötzlich mit neuen Aufgaben beschäftigen musste, z.B. mit der Beschaffung von Geldern über den Rettungsschirm und die Beantragung von Kurzarbeitergeld. Während der Corona Zeit konnte ich jedoch in der Geschäftsstelle unter Einhaltung der Corona Regeln arbeiten. Die meisten Kollegen arbeiten bis jetzt überwiegend im Homeoffice.


Für mein Fachgebiet wünsche ich mir, dass die Arbeitsprozesse durch die weitere Digitalisierung erleichtert werden und ich bis zu meinem Ruhestand in vier Jahren die Umstellung von beleghafte in elektronische Archivierung umsetzen kann.

 


Foto: Juri Reetz

Verbandsmagazin








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