Katharina Schulze

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 3 (Mai/Juni 2022)

 


Zur Person

Katharina Schulze ist 28 Jahre alt und Ultimate Frisbee-Spielerin für das Frauenteam der Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.

 


Ein Trend ist für mich etwas Neues, Unbekanntes. Ein Trend muss nicht immer auch gleich Innovation bedeuten. Er kann auch aus Altem entstehen, was wieder neue Begeisterung findet. Ähnlich wie in der Mode können auch im Sport lang bekannte Sportarten nochmal groß rauskommen.


Aber auch in anderer Hinsicht kann ein Trend große Veränderungen herbeiführen: In letzter Zeit gab es einen Trend hin zu Mixed-Teams im Sport. In Tokio bei den Olympischen Sommerspielen konnte man das in vielen Sportarten sehen. Ich finde diesen Trend gut, denn für mich ist es ein Schritt in Richtung Gleichstellung der Geschlechter.


Beim Frauen-Ultimate gab es in den letzten Jahren einen Trend zu kürzeren Hosen im Sommer und im Winter trägt man oft einfach nur Leggins. Das ist definitiv anders als früher. Ich selber finde die neuen Hosen gut. Gleichzeitig merke ich, dass dadurch die Körperbetontheit der Kleidung zunimmt. Das sehe ich kritisch, obwohl ich den Trend aktuell mitgehe. Dahingehend möchte ich mich und Frauen im Sport im Allgemeinen stärker hinterfragen. Die Deutschen Turnerinnen haben dazu beispielsweise letztes Jahr mit ihrem Ganzkörperanzug ein wichtiges Zeichen gesetzt.


Zwei Trends, die sich bei mir durchgesetzt haben: weiße hohe Socken beim Sport und Yoga und Dehnprogramme auf YouTube. Dafür ist YouTube eine wahre Schatzkiste.


Ich denke, Trends sind im Verein, im Verband und auch insgesamt wichtig, um sich selbst neu zu erfinden. Ein bisschen ist das wie bei einer Schlange, die sich häutet. Das gilt für mich individuell, aber auch für Vereine und Verbände. Leben ist Wandel. Durch das Neuerfinden machen wir vielleicht Fehler, aber daraus lernen wir auch. Natürlich war vielleicht auch nicht jeder Trend im Nachhinein eine gute Idee...


Aus meiner Sicht setzen sich Trends eher bei einer jüngeren Vereins-/Verbandsführung durch. Natürlich kommt es auch immer auf die betreffende Person an, aber viele junge Leute sind heutzutage beispielsweise andere Hilfsmittel gewohnt als die ältere Generation. Mittlerweile läuft zum Beispiel ein Großteil der Kommunikation über Text- oder Sprachnachrichten. Das ist etwas, worauf man sich auch erst einstellen muss. Ob das jetzt besser ist, müsste man debattieren. Aber Fakt ist, dass sich unser Alltag und damit auch das Leben im Sport stetig verändert. Wenn das nicht so wäre, müssten wir uns Sorgen machen.


Ich selbst reagiere nicht so sehr auf jeden neuen Trend und probiere nicht alles aus. Was das angeht, bin ich vielleicht etwas träge oder zurückhaltend. Mein erstes Smartphone hatte ich sehr spät (mittlerweile ist das nicht mehr wegzudenken). Das gibt mir dafür den Raum, Neues kritisch zu beobachten und mir erst meine eigene Meinung zu bilden, bevor ich etwas ausprobiere.


Der BTFB könnte helfen, Trendsportarten sichtbarer zu machen. Denn nur wer sichtbar ist, gewinnt neue Mitglieder und kann besser gesehen und gefördert werden. Beim Ultimate Frisbee ist es zum Beispiel so, dass ich als Kaderathletin bisher den Großteil meiner Kosten für Trainingslager und Weltmeisterschaften selbst tragen musste. Diese Saison bereite ich mich auf die World Games 2022 in Birmingham, Alabama in den USA vor. Durch die großartige Arbeit unserer Abteilungsleiterin Janna Baumgart und den Frisbeesport-Landesverband Berlin sowie die Unterstützung der Mannschaft durch Sponsoren werde ich gefördert und muss mir weniger um Finanzielles Gedanken machen. Dadurch kann ich mich umso mehr aufs Training konzentrieren.


Neue Sportarten bei Olympischen Spielen finde ich toll! Letztes Jahr in Tokio hat man bereits gemerkt, dass sich Dinge verändert haben. Es sind nicht immer nur die gleichen Sportarten dabei. Da ich selbst seit 14 Jahren Ultimate Frisbee spiele, eine Sportart, die immer noch zu den Trendsportarten zählt, merke ich wieviel schwerer Athletinnen und Athleten von Trendsportarten es haben. Die Olympischen Spiele sind das größte Sportevent weltweit und verfügen über eine unglaubliche Reichweite. Wenn eine Sportart es dorthin schafft, erhöht sich ihre Sichtbarkeit enorm. Das fördert die Professionalisierung und damit die Weiterentwicklung des Sportes. Eine Sache die ich mir schon seit einigen Jahren für meine Sportart Ultimate Frisbee wünsche...

 


Foto: Juri Reetz

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