Gina Martin

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 3 (Mai/Juni 2022)

 


Zur Person

Gina Martin (66) ist BTFB-Vizepräsidentin, Mitglied im Fachausschuss Freizeitsport, Ausbilderin und seit 40 Jahren Übungsleiterin bei den Füchsen Berlin.

 


Bin ich im Trend oder „in“?

Fragte ich den Duden, müsste ich oder mein Verhalten eine Grundrichtung einer statistisch erfassbaren Entwicklung sein. Also nein. Aber in der heutigen Zeit würde ich mich auch als trendy oder voll „in“, jedenfalls in einigen Belangen, bezeichnen.


Für mich ist ein Trend kurzlebig, er begeistert für kurze Zeit, hält sich nicht lange, ebbt ab und verschwindet. Oft aus unterschiedlichen Gründen. Diese können sein, dass der gewünschte Effekt, wie bei Callanetics von Callan Pinckney aus den 1980er Jahren, einer Mischung aus Gymnastik, Yoga und Ballett, um Bauch, Beine und Po zu trainieren, nicht eintraf oder das Material, wie die Slackline, nicht händelbar ist oder die zu erlernende Technik, wie beim Jazz oder Modern Dance, zu schwer und langwierig ist. Oder weil die Begebenheiten sich verändert haben. In den 1990er Jahren war Rollerbladen voll im Trend, bei der „Blade Night“ rollerten 1.000 Leute durch Berlin. Als der Umfang für die Organisatoren zu groß und die Auflagen immer schwieriger wurden, fand die Veranstaltung nicht mehr statt und der Trend war vorbei.


Oder aus dem Trend wird eine etablierte Sportart oder Bewegung. Wie die funktionelle Gymnastik von Karl-Peter Knebel, der Grundstein für unser heutiges Training. Das Deuser Band von Erich Deuser in den 1970er Jahren etabliert in der Fußball-Nationalmannschaft, heute nicht mehr im Training wegzudenken, auch wenn der Name sich geändert hat.


Aus Amerika kam in den 1980er Jahren der Trend Aerobic, und später Step Aerobic – früher belächelt, heute fester Bestandteil zum Ausdauertraining.


Vor über 15 Jahren haben wir im BTFB-Fachausschuss Freizeitsport unter der Leitung von Elke Duda Trendscouts ins Leben gerufen. Wir wollten herausfinden was in den anderen Verbänden und Ländern gerade „in“ ist. Dieser Versuch ist dann nicht nur an den Finanzen gescheitert, auch Trends waren nicht zu erkennen. Die Fragen, wer findet was gerade gut und sind diese Trends dann für den Verband und für die Vereine umsetzbar und nachhaltig, waren nicht zu beantworten.


Zu dieser Zeit gab es aber die Anfänge vom Parkour. Einige Zeit später haben wir dann versucht, diesen Trend zu forcieren und den Vereinen vorzustellen. Beim TSV Berlin-Wittenau gab es dann einen Workshop zum Kennenlernen und Ausprobieren unter professioneller Leitung. Wir haben darüber berichtet und versucht, die Vereine auf diesen Trend aufmerksam zu machen, aber leider fanden sie dazu keinen Zugang. So verschwand dieser Trend als kurze Episode wieder. Heute nach über 10 Jahren ist die Sportart Parkour etabliert. Sollte diese Sportart nicht längst aus den Trendkinderschuhen entwachsen sein und etabliert und nicht mehr trendy?


Was ist zurzeit im Trend?

Line Dance, Märsche - je länger je lieber -, Sporttreiben in der Natur, vom Federball über „knödeln“ bis zum Muskelworkout. Voll im Trend ist gerade Roundnet. Im Wendland trafen sich über Pfingsten zum ersten Mal 40 Mannschaften zum Turnier. Auch bald in Berlin?


Vielleicht findet ein Influencer mal Spaß an Korfball, Prellball oder Indiaca! Dann wird das wieder voll im Trend sein, obwohl schon über 100 Jahre alt.


Aber auch dann bin ich wieder voll im Trend und „in“!

 


Foto: privat

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