Elke Duda

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 3 (Mai/Juni 2022)

 


Zur Person

Elke Duda (56) ist hauptamtlicher Vorstand des TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

 


Ein Trend entsteht, wenn sich etwas Neues entwickelt, dass von vielen getragen wird und eine nachhaltige Wirkung erzielen kann.

Für mich bedeutet „Trend“ eigentlich auch immer gleich Innovation. Es ist wunderbar, wenn aus Ideen etwas noch nicht da Gewesenes entsteht. Manchmal entstehen Trends aber auch aus Marketingideen. Erinnern wir uns an den Aerobic-Hype. Lange vorher gab es in unseren Turnvereinen Gymnastik mit Musik, gleiche Schritte, ähnliche Choreografien. Dann kam Jane Fonda und vermarktete das Ganze einfach zeitangepasster und professioneller. Hier entstand ein Megatrend, obwohl gar nichts Neues entwickelt wurde.


Ein Trend, der große Veränderungen im Verein herbeigeführt hat, ist der Gesundhaltungsgedanke „Treibe Sport – bleibe oder werde gesund“. Durch Kostenbeteiligungen der Krankenkassen oder andere Subventionen ist der Fokus in den letzten Jahren noch deutlicher geworden.


Trends führen aber auch Veränderungen im Hinblick auf die Sicht und die Anforderungen an die Vereine mit sich. Unsere Partner wünschen sich einen Kiezverein, der sich im Kiez engagiert, Projekte initiiert, für mehr Bewegung sorgt, der sich sportpolitisch einbringt, niederschwellige Angebote schafft und zielgruppengenaue Veranstaltungen kreiert und durchführt. Dies möglichst kostenfrei und mit viel ehrenamtlichen Engagement.

Das eben Geschilderte haben wir umgesetzt. Wir werden zum Thema Bewegung immer angesprochen, wahrgenommen und als Partner voll akzeptiert. Allerdings war das auch nur mit einer Personalförderung durch den Landessportbund Berlin möglich. Wir haben uns in Abrechnungssysteme der Senatsverwaltung eingearbeitet, kennen uns nun mit Projektinstrumenten aus und entdecken neue Förderquellen. Grundsätzlich ist dies nicht unsere Hauptaufgabe im Verein, doch der Druck von außen, genau in diese niedrigschwellige Angebotswelt einzutauchen, ist vorhanden.


Ein Trend, der meines Erachtens perfekt für einen Turnverein passt, ist das Denken in Richtung soziale, integrative, inklusive und nachhaltige Angebote.

Trends sind wichtig für Vereine und Verbände. Hier wird klar, wer sich für die Zukunft aufstellen will. Bestimmt muss nicht jeder Trend aufgegriffen werden, wenn aber eine Vision und Mission des Vereins klar ist, sollten entsprechende Trends auch mitgenommen werden und sich auf die Ziele fokussiert werden.


Ich persönlich probiere, soweit möglich, viele neue Trends aus, denn ein eigenes Gefühl zu einem Trend zu bekommen, ist wichtig.


Wir sind in vielen Netzwerken verankert, sind auf Sportmessen und Turnfesten unterwegs. Da schnappen wir viele Trends auf. Wir erfahren aber auch viel über die Freiburger Kreis-Kongresse (Zusammenschluss großer Sportvereine, A.d.R.). Wichtig sind hier aber auch der GYMWELT-Kongress in Kienbaum oder die Fachtagungen Turnen in der Schule/Kita.

Man muss aber auch abwägen, ob man (jeden) Trendsport ins Angebot aufnehmen muss. Gibt es engagierte, mitreißende, motivierende Verantwortliche, würde ich es auf jeden Fall probieren. Muss ich mir teures Knowhow einkaufen und ist dazu noch kostenintensives Equipment notwendig, bin ich eher raus. Es sei denn, dass eine Nachhaltigkeit oder Nachnutzung möglich ist.


Vereine und der BTFB sollten die ganze Outdoorbewegung im Auge behalten. Übrigens eine wunderbare Entwicklung bei viel zu wenigen Sporthallen, wenn auch nicht für alle Sportarten im gleichen Maße nutzbar.

 


Foto: TSV Berlin-Wittenau

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