Vorgestellt: Vorspiel SSL Berlin e.V.

Als queerer Verein Teil der großen Berliner Sportwelt

 

Zu den Personen

Friederike Kreißl ist Leiterin der Geschäftsstelle. Ihre Sportarten sind Badminton, Völkerball und Volleyball.

Carsten Grohne ist Mitglied im Vorstand und dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ihn trifft man beim Volleyball und Badminton an.

Der Vorspiel SSL Berlin e.V. ist ein queerer Verein, dessen Mitglieder lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* und nicht binär sind. Offen ist der Verein darüber hinaus für alle; ob alt oder jung, egal welchen Geschlechts und welche sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität die Person hat. Er bietet auch eine Art Schutzraum für alle die, die in einer entspannten Umgebung einfach nur Sport treiben möchten. In Berlin gibt es noch weitere queere Sportvereine und in ganz Deutschland werden bis zu 60 queere Sportvereine und -gruppen gezählt.


Umfangreiches Sportangebot für alle


Derzeit bietet der Verein über 30 Sportarten an. Von Aerobic, Fitness, Functional Training, Inline-Skating und Indiaca über Fußball, Wasserball, Handball und Volleyball bis hin zu Line Dance, Salsa und Yoga ist für jeden Geschmack etwas dabei. In der Woche kommen so in zehn Berliner Bezirken ca. 100 Sportangebote zusammen, die meistens am Nachmittag oder Abend stattfinden.

Neben vielen Freizeitsportangeboten sind auch diverse Teams in den offiziellen Ligen der Fachverbände gemeldet, so z.B. im Badminton, Handball, Volleyball und Wasserball. Darüber hinaus nehmen Mitglieder des Vereins an regionalen, überregionalen und internationalen Wettkämpfen teil.


Respekt - wichtig für ein gutes Zusammenleben


Wir fragten Friederike Kreißl (Leitung der Geschäftsstelle) und Carsten Grohne (Vorstandsmitglied) nach dem respektvollen Umgang mit ihrem Verein und wie sich die Wahrnehmung mit den Jahren verändert hat. „Respekt ist existenziell wichtig für ein gutes Zusammenleben, ob im Sport oder im Alltag. Wir sind als Verein ein Teil der großen Berliner Sportwelt. Uns wird in der Regel mit Respekt gegenübergetreten. In den Gründungsjahren sah die Situation noch etwas anders aus. Auch wenn Berlin immer schon offener war, so stieß der Verein doch an der einen oder anderen Stelle auf Vorbehalte und Vorurteile. So war die Aufnahme in diverse Sport(fach)verbände von Problemen begleitet, was bis zu gerichtlichen Auseinandersetzungen ging.


In der Vergangenheit trafen die Vereinsverantwortlichen teilweise noch auf Stereotypen im Kopf, was denn von einem „solchen“ Sportverein zu erwarten wäre. Das ging so weit, dass man die Ernsthaftigkeit der Absichten in Zweifel zog.


Hier hat sich Gott sei Dank einiges geändert, und wie schon gesagt, sind wir als queerer Sportverein ein Teil der Berliner Sportlandschaft geworden, was sich nicht zuletzt auch in der Ausrichtung von offiziellen Verbandswettkämpfen und der Teilnahme unserer Teams am offiziellen Ligabetrieb z.B. im Wasserball oder Handball niederschlägt.


Allerdings muss man auch eingestehen, dass längst noch nicht bei allen diese Offenheit und Akzeptanz zu betrachten ist.“


Wir müssen uns mehr zuhören


Vorspiel SSL Berlin ist ein Verein, dem durchaus noch immer Vorurteile begegnen und der sich mit der Respektlosigkeit anderer auch schon auseinandersetzen musste. Was kann die Gesellschaft, was können wir im Sport tun, damit der Umgangston untereinander wieder respektvoller wird?


Friederike Kreißl und Carsten Grohne: „Zunächst einmal einen Gang zurückschalten. Menschen scheinen aktuell sehr kurz angebunden. Die Aufmerksamkeitsschwelle ist deutlich geringer geworden, auch in Diskussionen, in denen man nicht einer Meinung ist. Wir sind es offenbar nicht mehr gewohnt, eine längere Zeit anderen zuzuhören, die Argumente erst einmal aufzunehmen und nicht sofort ‚zurückzufeuern‘. Es gibt vermehrt nur schwarz oder weiß, die Zwischentöne/-farben fehlen.

Deshalb ist es bedeutsam, dass man sich wieder mehr zuhört. Man muss die Argumente der anderen Seite anhören. Die letzten zwei Jahre haben direkte Kontakte und somit das direkte Klären von möglichen Konflikten wie hinter einem Filter erschwert.

Allerdings gibt es auch Grenzen, insbesondere wenn es um Diskriminierung, Ausgrenzung und Intoleranz geht. Da ist klar Position zu beziehen.“


Danke an jene, die den Verein ausmachen


Friederike Kreißl und Carsten Grohne möchten die Gelegenheit nutzen und „einmal Danke sagen. Dank allen, die für Vorspiel arbeiten und sich in unserem Verein engagieren. Das umfasst die vielen Übungsleitenden, die teils seit Jahrzehnten Woche für Woche die Sportangebote in unserem Verein organisieren und begleiten.

Auch allen Abteilungsleitenden gilt ein großer Dank. Unermüdlich organisieren sie das Sportangebot, sind Ansprechperson für Mitglieder, Interessierte, wichtige Ansprechpersonen für Geschäftsstelle und Vorstand, wenn es um den Austausch geht.

Nicht zu vergessen alle, die sich im Verein immer wieder punktuell nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten engagieren. Da geht es um Aufgaben im Vorfeld von Spieltagen und Wettkämpfen, den Aufbau bei Veranstaltungen oder auch den Dienst an Informationsständen bei dem das sympathische Bild des Vereins nach außen getragen wird. Denn das macht den Verein aus – die Menschen.“


Infos zum Verein

 

Gründung: 11. November 1986


Mitglied im BTFB:
seit 6. Mai 1996


Vorstand:
Holger Bäcker, Dr. Mathias Becker, Carsten Grohne, Stefan Nelles, Dr. Thomas Stein


Geschäftsstelle:
Leitung: Friederike Kreißl
ins. 3 Mitarbeitende, 79 Trainer*innen und Übungsleitende


Mitglieder:
mehr als 1.600 Mitglieder im Alter von 18 – 86 Jahren


Sportarten:
32 Abteilungen in verschiedenen Sportarten


Infos und Kontakt: 
Website: www.vorspiel-berlin.de
Facebook: www.facebook.com/vorspielberlin
Instagram: www.instagram.com/vorspiel_ssl_berlin 

17. Offenes BTFB-Forum "Bewegungshorizonte"











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