Kilic-Emre Akdag

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 2 (März/April 2022)

 


Zur Person

Der 16-jährige Schüler Kilic-Emre Aktag ist seit seinem 4. Lebensjahr Taekwondo-Sportler im Verein Sultans e.V.

 


Respekt bedeutet mir sehr viel. Vor allem in unserem Sport. Wir trainieren und kämpfen gemeinsam mit unseren Partnern und Freunden und nur mit Respekt schaffen wir es, dass wir uns nach dem Kampf genauso lieben wie vorher. Außerhalb des Sports bedeutet es für mich, die Menschen zu schätzen – egal, wie ihre Überzeugungen oder Situationen sind.


Eine Respektperson ist für mich jemand, der immer das Richtige macht und trotzdem „cool“ ist, also auch mit der Zeit lebt. Die Person kann natürlich auch Fehler machen, sollte aber eine gute Absicht haben und bei Fehlern ihre Fehler erkennen und dazu stehen.


Respekt kann man sich verdienen, in dem man immer Respekt den anderen zollt. Natürlich spielt auch Ehrgeiz eine wichtige Rolle, aber erst, wenn man die Kleineren respektiert und die „Anfänger" genauso gut behandelt wie die Ranghöheren, hat man Respekt verdient.


Dass Respektlosigkeit zunimmt, dass Helfende oder Polizisten ohne Respekt behandelt, manchmal sogar angegriffen werden, hat viel mit dem Medien zu tun und dem Social-Media. Es ist heutzutage leider cool, jemanden fertig zu machen. Viel cooler, als sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.


Ich höre immer, dass die Menschen früher respektvoller waren und kann mir das gut vorstellen, aber ich kann schwer ein „besser“ oder „schlechter“ sagen. Wenn mein Vater mir erzählt, wie man sich früher selbst unter Nachbarn unterstützt hat, finde ich das schön.


Was die Gesellschaft tun kann, damit der Umgang untereinander wieder respektvoller wird? Viel darüber sprechen und viel Respekt im Sport beibringen. Im Taekwondo ist Respekt eine der wichtigsten Säulen. Wir verbeugen uns vor jeder Übung vor unserem Partner und bedanken uns danach bei ihm. Egal, ob Mädchen oder Junge, Klein oder Groß. Auch gegenüber unserem Meister sind wir sehr respektvoll. Er erzählt uns viel über die Wichtigkeit von Respekt und möchte auch, dass wir das im Alltag einbauen. Also durch Sport können diese Werte vermittelt werden.


Kindern und Jugendlichen kann respektvolles Verhalten vermittelt werden, indem man ihnen Respekt vorlebt und auch, indem sie Vorbilder finden, die die Wichtigkeit von Respekt betonen.


Bei der Vermittlung von Respekt habe ich gute Erfahrungen gemacht, für mich ist jede Trainingsstunde eine wichtige Erfahrung. Wie ich oben genannt habe, respektieren wir die Kleinen und die Großen. Es ist oft nach einem langen Schultag die einzige Möglichkeit, ein bis zwei Stunden in einer großen Gruppe zu sein, ohne Worte zu hören, die jemanden fertig machen, sondern immer aufbauen sollen.


Die DTB-Kampagne „Leistung mit Respekt“ habe ich mir angeschaut und finde es sehr wichtig, welche Arbeit da gemacht wird. Je jünger die Schüler Respekt verstehen, desto leichter ist die Umsetzung.


Wovor ich persönlich großen Respekt habe? Ich respektiere jemanden, der nicht egoistisch lebt. Wenn ich höre, dass jemand anderen hilft durch Ehrenamt oder auch privat, freut es mich immer und ich merke, dass ich die Person wertschätze. Menschen, die viel wertvolle Zeit damit verbringen, anderen zu helfen ohne eigenen Nutzen sind für mich kleine Vorbilder.


Was ich noch gern anmerken möchte: Ich wünschte mir, Eltern machen sich mehr Gedanken darüber, in welchem Verein sie ihre Kinder anmelden und welche Werte dort vermittelt werden. Oft höre ich von Eltern, die vorher wo anders ihre Kinder hatten, sehr schlimme Geschichten über Mobbing und Ausgrenzung. In unserem Verein legen wir großen Wert darauf, dass so etwas nicht passiert.

 


Foto: privat

17. Offenes BTFB-Forum "Bewegungshorizonte"











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