Dennis Mellentin

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 2 (März/April 2022)

 


Zur Person

Dennis Mellentin (35) ist Special Olympics-Athlet, Athletensprecher des Landesverbandes Special Olympics Berlin und festangestellter Mitarbeiter im Organisationskomitee der Special Olympics-Weltspiele 2023

 


Respekt heißt für mich, dass man sich couragiert verhält, sich höflich und vernünftig unterhält, fragt, ob man sich duzen darf. Dass man sich so verhält, wie man selbst respektiert werden möchte.


Im Sport ist es der Respekt gegenüber dem anderen, der vielleicht schwächer ist, das bedeutet faires Verhalten, Fair Play, dass man sagt: hab‘ Mut und mach‘ das, was du kannst.


Da ist Special Olympics wirklich das beste Beispiel, da wird jede Leistung anerkannt und Fairness ganz großgeschrieben.


Was zum Beispiel empfindest du als respektlos?

Einmal hat mich eine Journalistin sehr respektlos behandelt. Immer wieder fragte sie nach meiner Behinderung, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich das nicht möchte und mich in dem Gespräch nicht mehr wohlfühlte. Das war sehr schlimm für mich. Sie fühlte sich als was Besseres.


Vor wem zum Beispiel hast du Respekt und warum?

Herr Dusel, der Behindertenbeauftragte, ist eine Respektsperson für mich. Er ist total respektvoll mit uns Athleten, hat ja selbst ein Sehbehinderung und ich finde richtig toll, wie er sich in der Politik und in den Medien für uns einsetzt. Er geht offen seine Themen an, dort, wo es wirklich nützlich ist. Er redet nicht nur von Teilhabe; er sagt: Herr Mellentin, lassen Sie uns das Thema gemeinsam umsetzen, und dann tut er das auch und bezieht mich mit ein. Das wünsche ich mir auch von der gesamten Politik, viel mehr Respekt vor den Menschen, dann hätten wir in der Politik schon viel erreicht.


Hat dein fester Arbeitsplatz im Local Organising Committee für dich auch etwas mit Respekt zu tun?

Es gab eine Ausschreibung, ich hab‘ mich beworben und den Job bekommen. Das beweist natürlich Respekt uns gegenüber, dass es solche Arbeitsplätze gibt in Vorbereitung der Weltspiele 2023. Trotzdem muss man sich natürlich Respekt auch erarbeiten. Wir sind inzwischen mehrere Athleten mit einem festen Arbeitsplatz im Team. Die anderen gehen locker und respektvoll mit uns um, es macht großen Spaß, was ich anfasse, funktioniert.


Und ich habe großen Respekt, was da alles hinter so einer Organisation der Veranstaltung steht. Bisher war ich als Athlet dabei, fand alles schön und easy – jetzt sehe ich, was alles gemacht wird hinter den Kulissen und ziehe den Hut!


Hast du ein gutes Beispiel von Special Olympics für einen respektvollen Umgang miteinander?

Ja, die Mitarbeit am Leitbild von Special Olympics Deutschland. Im Leitbild hat fast alles mit Respekt zu tun und wir im Team der Athletensprecher haben daran ganz viel mitgearbeitet. Es gab viele Gesprächsrunden und wir waren auch nicht immer alle einer Meinung und haben uns auch mal gestritten. Aber am Ende waren wir uns alle einig. Jetzt haben wir ein Leitbild in Leichter Sprache, das wir gut finden und uns auch dran halten wollen. » zum Leitbild von Special Olympics Deutschland

 


Foto: SO Berlin

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