Ruth Pötsch

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 1 (Januar/Februar 2022)

 


Zur Person

Ruth Pötsch (89) ist Rentnerin und aktiv beim TuS Lichterfelde Berlin.

 


Sporttreiben ist in jedem Alter sehr wichtig! Ich war todtraurig, als ich in der Corona-Pandemie nicht zum Sport gehen konnte. Da hat mir wirklich etwas gefehlt! Allein zu Hause zu turnen, mache ich nicht gern. Das macht keinen Spaß. Ich bin lieber in der Gruppe aktiv. Alternativ bin ich spazieren gegangen – aber irgendwann war das so langweilig.


Ich bin froh, dass ich wieder einmal in der Woche zu unserem Kurs mit Monika Engel gehen kann. Wir sind eine bunte Truppe – Frauen, Männer, Junge, Alte. Wir machen Gymnastik ohne Geräte, turnen nach Musik.


Mit dem Sporttreiben habe ich erst recht spät begonnen. Erst 1983 mit Turnen, Gymnastik und Wandern beim TuS Lichterfelde. Meine Cousine war damals in diesem Verein und hat mich einfach mal mitgenommen. Es hat mir gleich sehr gut gefallen und seitdem bin ich mit dabei! 2016 war ich auch mal „Sportlerin des Jahres“ im Verein. Daran habe ich noch sehr schöne Erinnerungen.


Natürlich habe ich auch bei Wettkämpfen mitgemacht. Für das Deutsche Sportabzeichen, wo wir in 5 verschiedenen Disziplinen bestimmte Übungen absolvieren mussten, gab es für mich die Goldene Nadel und auch beim Wandern bekam ich das Deutsche Wanderabzeichen ver-liehen. Bei vielen Deutschen Turnfesten war ich mit dabei. Am liebsten erinnere ich mich an das Turnfest 1987 zur 750-Jahr-Feier von Berlin. Hier haben wir Alt-Berliner Tänze vorgeführt.


Als Übungsleiterin habe ich im Verein mal eineinhalb Jahre beim Kinderturnen mitgeholfen. Zum Beispiel bei den 3- bis 6-Jährigen einen Turn-Parcour aufgebaut oder wenn die Kleinen an den Ringen geturnt haben, musste man Hilfestellung geben. Das hat mir große Freude gemacht.


Was das Turnen im Verein und das regelmäßige Treffen ausmacht? Es gehören hier unbe-dingt auch die ganzen Aktionen außerhalb der Kurse dazu. Wir haben immer so viel zusam-men gemacht, es gab so viele schöne Aktionen! Wir haben gemeinsam fröhlich Weihnachten gefeiert, haben schön Vereinsfahrten unternommen. Wir waren viel im Gebirge, zum Beispiel im Harz, zu gemeinsamen Wanderungen und haben ganz rustikal in Jugendherbergen über-nachtet. Das hat uns als Gruppe zusammengeschweißt. Auch mit anderen Vereinen wie den Füchsen Berlin waren wir ab und zu unterwegs.


Jungen Menschen würde ich gern mit auf den Weg geben, dass sie immer Sport treiben sollten, auch wenn sie sich fit fühlen. Und am besten natürlich in einem Sportverein. Viele junge Leute wollen sich ja heute nicht mehr binden und lieber allein im Sportstudio Gewichte stemmen. Aber im Verein hat man einen festen Termin und eine feste Gruppe, man lernt sich kennen und kann mehr Verbindungen aufbauen. Und wie bei mir: Auch wenn man schon in einem etwas höheren Alter ist, sollte man ruhig mit dem Turnen oder mit dem Sport noch beginnen – es ist nie zu spät!


Vom Verein TuS Lichterfelde wünsche ich mir, dass wieder ein Pilates-Kus angeboten wird. Hier wäre ich gern wieder mit dabei. Manchmal mache ich zu Hause Pilates-Übungen, an die ich mich aus dem früheren Kurs noch erinnern kann. Aber das ersetzt nicht eine gute Übungs-leiterin und den gemeinsamen Spaß in der Gruppe.

 


Foto: Juri Reetz

17. Offenes BTFB-Forum "Bewegungshorizonte"


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