Wir trauern um BTB-Ehrenpräsidenten Günter Hein (1928-2016)

Datum: 31.08.2016

Unser hochgeschätzter Ehrenpräsident Günter Hein (geb. 16.06.1928) verstarb am 25.07.2016. Das Präsidium, die Fachwarte, die Berliner Turnerjugend und alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes trauern um einen engagierten, ideenreichen und stets dem Sport verbundenen Turnfreund, der immer die Sportler, die Entwicklung der Sportlandschaft und die Vereinigung aller Sportarten aber auch Sportler aus ganz Deutschland im Blick hatte und förderte.

Günter Hein war von Anfang an beim Aufbau des Verbandes dabei. Schon in jungen Jahren, direkt nach dem Krieg, wurde er in seinem Heimatverein Reinickendorfer Füchse als Vorturner eingespannt und betreute bis zu 80 Kinder zeitgleich – und das als ursprünglicher Tischtennisspieler. Er übernahm im Verein schnell verschiedenste Ämter und war u.a. mehrere Jahre Abteilungsleiter Turnen, 1., 2. und 3. Vorsitzender des Vereins.

Im Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund setzte er sein außerordentliches Engagement, seine Ideen und seine Durchsetzungsstärke für die gute Sache ebenfalls in verschiedensten Ämtern ein. So war er Landesjugendwart (1954-1965), Beisitzer im Vorstand (1965-1966) und Vorsitzender (1966-1988) und setzte sich zeitglich in den übergeordneten Verbänden für den BTB ein. So war er Mitglied des kleinen Jugendausschusses des DTB (1955-1966) und Vizepräsident des DTB (1978-1990) als auch Mitglied des Arbeitsausschusses Sportjugend Berlin (1954-1966) und Mitglied des Präsidiums des LSB (1970-1985), wovon er 9 Monate als Vizepräsident agierte. Auch im Landesjugendring Berlin und im Bundesausschuss Ausbildung des DSB hatte er den Vorsitz inne und wirkte in den verschiedenen weiteren Gremien mit. In all seinen Ämtern arbeitete er mit viel Ansporn und Tatendrang an seinen Zielen und setzte viele positive Entwicklungen um, so z.B. die Jugendordnung und die Anerkennung und Eigenständigkeit der Landesjugend Berlin im BTB.

1966 erhielt Berlin den Zuschlag für das Deutsche Turnfest 1968 und Günter Hein die Aufgabe, dieses als Vorsitzender des Vereins Deutsches Turnfest Berlin 1968 und als neuer Vorsitzender des BTB zum Erfolg zu führen. Mit vielen Ideen, Herzblut und Ehrgeiz war das natürlich kein Problem für Günter Hein. Auch die Gymnaestrada Berlin 1975 und das Deutsche Turnfest Berlin 1987 wurden unter seiner Federführung zum großen Erfolg und blieben Teilnehmern, Weggefährten und Mitstreitern in toller Erinnerung.

Als ausgebildeter Lehrer mit exzellentem Ruf in der Berliner Verwaltung war er nicht nur gut vernetzt und bekleidete verschiedene Ämter in der Schulverwaltung - Vorsitzender Beirat für Schulsport / Leibesübungen, Schulrat und Leiter des Referats Schulsport beim Senator für Schulwesen - sondern schaffte es auch immer, junge Menschen für die turnerische Sache zu begeistern. Mit vielen Hintergrundinformationen legte er bei ihnen den Grundstein für eigenverantwortliches Denken und Handeln und erreichte somit Freude am Ehrenamt. Viele dieser jungen Ehrenamtlichen sind auch ein Leben lang dem Turnen, ihrem Verein und dem Verband treu geblieben.

Günter Hein hatte immer hohe Ansprüche an den Sport und die Verbindung von Sport und Kultur zur Bildung der Gesellschaft, aber auch an sich und seine Arbeit. Seine Motivation und sein Handeln waren für den Verband Gold wert und seine Freude an den Ergebnissen eine Wohltat. Mit großer Anteilnahme und Freude begleitet er auch, nicht mehr im Amt, die nach 1989 möglich gewordene Vereinigung der Sportler aus Ost und West und unterstützte weiterhin mit gutem Rat seinen Verband. Auch danach erfreute er sich an der Entwicklung des BTB und stand mit seinem Wissen immer zu Gesprächen zur Verfügung und war ein gern gesehener Gast auf den vielen verschiedenen Veranstaltungen und Wettkämpfen des BTB, die ihn mit Stolz erfüllten, hatte er doch viele Grundsteine für diese positive Entwicklung gelegt.

Für all sein großartiges Tun erhielt Günter Hein verdient viele Ehrungen und Anerkennungen: Ehrungen des Deutschen Turner-Bundes bis hin zur Ehrenmitgliedschaft 1990, Ehrungen des Landessportbundes Berlin und des Senats von Berlin, in seinem Verein bis hin zur Ehrenmitgliedschaft 1974 und das Bundesverdienstkreuz am Bande 1976. Im BTB wurde er 1987 Ehrenvorsitzender und erhielt im gleichen Jahr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Für seinen Tatendrang, seinen Einsatz, seinen positiven Einfluss und seine Motivation kann ihm auch jetzt nur herzlich gedankt werden.

Ein ehrenvoller Mann, ein Turnfreund und ein respektierter sowie geliebter Wegbegleiter hat unseren gemeinsamen Weg nun leider verlassen. Unser Mitgefühl gilt der trauernden Ehefrau Sigrid Hein und der Familie. Wir gedenken unserem Günter Hein in dankbarer Ehre und verneigen uns tief vor ihm. Wir werden Günter Hein nie vergessen.

In stiller Trauer
das Präsidium des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes



Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 21.09.2016 um 13:00 Uhr auf dem Städtischen Friedhof in den Kisseln in der Pionierstraße 82, 13589 Berlin statt.
Im Sinne des Verstorbenen wird anstelle von Kränzen und Blumen um eine Spende an den Förderverein Berliner Freunde des Turnens e.V. gebeten: Berliner Bank,  IBAN: DE10 1007 0848 0702 0027 00, BIC: DEUTDEDB110, Verwendungszweck: Günter Hein.








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