BTFB ist Erstunterzeichner

Datum: 11.05.2011

Vorreiterrolle des BTFB beim Thema Kinderschutz: „Hinschauen, nicht wegsehen.“ Mit diesem Slogan startete vor einem Jahr der Landessportbund Berlin gemeinsam mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) eine Kampagne, die sich gegen sexualisierte Gewalt und sexuellen Missbrauch richtet, zwei gesellschaftliche Phänomene, die leider auch nicht vor dem Sport halt gemacht haben, weil hier Täter relativ leicht Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufbauen können.

„Wir sind ein gutes Stück vorangekommen“, bilanzierte bei einer Pressekonferenz der LSB-Präsident Klaus Böger, meinte aber „längst noch nicht am Ziel zu sein.“ Das Problem bei vielen scheint das Polizeiliche Führungszeugnis zu sein, das von allen Übungsleitern, Trainern und Betreuern verlangt wird, die sich mit dem Nachwuchs beschäftigen. Doch zwingen kann man niemanden, zumal größtenteils Ehrenamtliche im Sport tätig sind. Insgesamt haben 16 Verbände in Berlin sowie hundert Vereine, hier handelt es sich um die größten und Mitglieder stärksten, die Selbstverpflichtungs-Erklärung zum Kinderschutz unterschrieben. „Uns muss es gelingen, noch mehr Menschen zu sensibilisieren, denn es geht um das Wohlergehen unserer Kinder“, erklärte Böger. „Schließlich sind wir es den vielen Eltern schuldig, die im Vertrauen auf unsere Seriosität tagtäglich ihre Jungen und Mädchen in die Sportvereine schicken.“ Aus diesem Grund soll bis zum Herbst ein weiterer Leitfaden veröffentlicht werden, der sowohl vom Sportstaatssekretär Thomas Härtel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Landeskommission „Berlin gegen Gewalt“ als auch von Ewald Möller, dem EJF-Vertreter, vollste Zustimmung erhält.

Um diese fünf Punkte geht es bei der LSB-Initiative: Verantwortung übernehmen, die Kinderschutz-Erklärung unterzeichnen, Polizeiliches Führungszeugnis einholen, Kinderschutz-Beauftragte benennen und eben Hinschauen und nicht wegsehen Für den Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund mit seinen 27.000 Kindern und Jugendlichen sagte Geschäftsführer Jens-Uwe Kunze, dass das Thema Kinderschutz und die Qualifizierung von Beauftragten weiter forciert werden soll, „Wir gehörten zwar mit den Fuß- und Handballern, den Leichtathleten und Schwimmern zu den Erstunterzeichnern der Vereinbarung, wissen aber, dass noch einiges zu tun ist. Schließlich verfügen wir über rund 1200 lizenzierte Übungsleiter. Auf jeden Fall bleibt erfreulich festzuhalten, dass unsere Großvereine, bei denen der größte Teil des BTFB- Nachwuchses beheimatet ist, bei dieser großartigen und notwendigen Aktion mitmachen.“ Das gilt unter anderem für den Charlottenburger TSV von 1858 ebenso wie für ProSport Berlin 24, die Turngemeinde in Berlin, TSV Wittenau, TSV Spandau 1860, TSV Rudow, TuS Lichterfelde, TV Nordost, den ATV, SCC, Berliner TSC, Z 88 und VfB Hermsdorf.





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