Die 23. Fanfaronade des MTB - ein Event der Superlative

Datum: 05.06.2012

Der 1. Juni 2013 im Potsdamer „Sportpark Luftschiffhafen“ wird den mehr als 2.000 Zuschauern und allen die dabei waren ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Die 23. Fanfaronade des Märkischen TurnerBundes (MTB) zum Auftakt mit zwei integrierten Weltrekordversuchen für das GUINNESS BUCH RECORDS entwickelte sich zu einem besonderen Höhepunkt in der bisherigen Geschichte der Turnermusiker des Fachbereichs Musik und Spielmannswesen - insbesondere der Fanfarenmusik - in der Hauptstadtregion und darüber hinaus.

Viele Monate hatten die Verantwortlichen des Events auf Seiten des Veranstalters (MTB) und des Ausrichters (SG Fanfarenzug Potsdam) auf diesen Tag hin gearbeitet. Und ihre Mühen sollten belohnt werden. Mehr als 950 Musiker aus 8 Bundesländern und 28 Vereinen waren angereist, um dem sportlichen Wettstreit der „23. Offenen Meisterschaft des MTB für Naturtonfanfarenzüge“ eine recht ungewöhnliche Krone aufzusetzen.

Gleich zu Beginn des Events, das unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Potsdam, Jann Jakobs, stand, wurde von allen Beteiligten ein hohes Maß an Konzentration und Perfektion abgefordert. Denn was in den nächsten Minuten passieren und zum Erfolg geführt werden sollte, konnte weder im Vorfeld in den Vereinen noch vor Ort auch nur ein einziges Mal geprobt werden. Zuerst galt es, mit 460 Fanfarenbläsern aus 25 Vereinen in einer Linie stehend den gültigen Weltrekord der Englischen Königlichen Garde aus dem Jahr 2012 - die mit 91 Fanfaristen präsent war - zu brechen. Mit dem gemeinsamen Spiel des „Potsdamer Fanfa-renmarsches“ wurde dieses Vorhaben in Angriff genommen und nach dem Urteil authentischer und qualifizierter Zeugen - die das Ergebnis gegenüber der Londoner Institution schriftlich und mit umfangreichem Video-/Bildmaterial ergänzt bestätigen müssen - erfolgreich realisiert.

Nach diesem furiosen und recht ungewöhnlichen Auftakt in der 23-jährigen Geschichte der Fanfaronade begrüßten Schirmherr Jann Jakobs und der Präsident des Märkischen TurnerBundes (MTB), Klaus Zacharias, alle Aktiven auf dem Rasen und die Zuschauer. Mit dem Erfolg des ersten Weltrekordversuchs im Rücken, unterzogen sich im Anschluss 789 Musiker aus 25 Vereinen dem zweiten Rekordversuch: das Musizieren des größten Naturtonfanfarenzuges der Welt. Und auch dieses Vorhaben wurde mit den Klängen des „Marsches der Freundschaft“ und unter dem tosenden Beifall der Zuschauer positiv abgeschlossen.

Dann war es soweit, der eigentliche Wettkampf stand von nun an bei guten Witterungsbedingungen im Mittelpunkt des Geschehens. Elf Fanfaren- und drei Spielmannszüge mit 636 Aktiven traten in der 1. und 2. Division sowie in der Offenen Klasse zum Marsch- und Showwettbewerb an. Am Start waren u. a. keine Geringeren als der amtierende Weltmeister im Marschwettbewerb - die SG Fanfarenzug Potsdam, der zweifache Deutsche Meister 2013 in der Marschparade und Show - der KSC Strausberg, der Deutsche Meister 2013  im Marschwettbewerb - der Berliner Fanfarenzug, der zweifache Deutsche Vizemeister 2013 in der Marschparade und Show - der Fanfarenzug Dresden sowie Vereine, die auf zahlreiche regionale und überregionale Erfolge verweisen können.      

Im Marschwettbewerb der „Offenen Klasse“, bei dem es um den „Pokal der Landeshauptstadt Potsdam“ ging, starteten drei Brandenburger Spielmannszüge. Sie nutzten die Wettkampfgelegenheit, nachdem die Landesmeisterschaft in Brandenburg-Berlin in diesem Jahr wegen zu geringer Teilnahme der Vereine ausgesetzt wurde. Die Spielmannszüge waren als Genre nicht nur eine Ergänzung, sondern eine echte Bereicherung des Events. Darüber hinaus offenbarten sie die Möglichkeit, Spielmannszüge und Schalmeienorchester perspektivisch ggf. stärker in die Fanfaronade einzubinden. Der FTV Stahl Brandenburg brachte bereits einige Erfahrungen in einem solchen Wettbewerb mit. Denn bei der Weltmeisterschaft 2010 im selben Stadion belegte der Verein im Marschwettbewerb gegen starke internationale Konkurrenz von 21 Vereinen aus elf Ländern einen guten 7. Platz. Konzentriert gingen die Havelstädter unter Leitung ihres neuen Stabführers Steffen Opitz die Aufgabe im Wettstreit mit den Spielmannszügen SG Mittenwalde 1926 und Elsterwerdaer SV 94 an und sicherten sich den Sieg.

Erstmals nahmen sechs Fanfarenzüge in der 2. Division am Marschwettbewerb teil. Es gab mit dem SV Großräschen einen deutlichen Sieger, aber dahinter waren die weiteren Platzierungen hart umkämpft. In der 1. Division konnten die Dresdner ihren Erfolg von der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr bestätigen, mussten aber der gastgebenden SG Fanfarenzug Potsdam am Ende mit weniger als drei Zehntel Rückstand den Sieg in diesem Wettbewerb überlassen. Sowohl die Südbrandenburger als auch der Gastgeber setzten bereits im Marschwettbewerb ihre sog. Duftmarken, wie sich in der Show folgenden bestätigte.

 

Zum Showwettbewerb der „Offenen Klasse“ stellte sich leider nur ein Verein, der Fanfarenzug Greiz, dem Wertungsgericht und sicherte sich damit den „Pokal der Landeshauptstadt Potsdam“. Die Thüringer zeigten musikalisch und choreografisch eine durchwachsene Leistung und blieben nur knapp hinter den Ergebnissen der 2. Division zurück. Eine mögliche Option für das kommende Jahr? Großes Gedränge um die Plätze gab es in der 2. Division. Der SV Fanfarenzug Großräschen stellte auch in diesem Wettbewerb seine Dominanz unter Beweis und siegte mit deutlichem Vorsprung. Die nachfolgenden Mitkonkurrenten lagen am Ende allerdings nur einen Punkt auseinander. Analog dem Showergebnis war auch der Endstand: Großräschen vor Neubrandenburg, Neustrelitz und MargaFanfaren Brieske.

Spannung pur war in der 1. Division angesagt. Denn bezüglich Platzierung war für alle Vereine alles möglich. Berlin, Strausberg, Dresden, Potsdam war die Startreihenfolge. Die Berliner zündeten mit einer sehr guten Leistung die Lunte. Strausberg nahm den Fehdehandschuh auf und überzeugte die Jury, Dresden erreichte diesmal nicht ganz das vorhandene Leistungspotenzial. Als letzter Starter ging der Gastgeber SG Fanfarenzug Potsdam ins Rennen und konnte einmal mehr seine Ausgewogenheit zwischen Musik, Choreografie und Disziplin in die Waagschale werfen, was ihn zum deutlichen Showsieg führte. Damit ergaben sich einige Veränderungen im Schlussklassement: Potsdam siegte vor Dresden, Strausberg und Berlin. Für die Landeshauptstädter war das der 18. Sieg bei den bisher ausgetragenen 23 Fanfaronaden seit 1991.

Dem Wertungsgericht unter Leitung von Henk Smit (Niederlande) muss an dieser Stelle uneingeschränkt ein Lob ausgesprochen werden. Die Wertungen von Hans-Dieter Buschau (Niedersachsen), Jürgen Bludowsky (Brandenburg), Hans-Jürgen Reuter (Thüringen), Regina Sommer (Sachsen) und Rene Würfel (Brandenburg) erfolgten zügig und beförderten so den Gesamtablauf des Events.


Vor der feierlichen Siegerehrung überbrachte Burkhard Jungkamp, Sportstaatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg herzliche Grüße der Landesregierung und dankte allen Verantwortlichen und Mitgestaltern der Fanfaronade für ihr besonderes Engagement.

Die Beigeordnete der Stadtverwaltung Potsdam, Elonora Müller-Preinesberger, übergab nach der Siegerehrung im Auftrag von Oberbürgermeister Jann Jakobs den „Staffelstab“ zur Ausrichtung der nächsten Fanfaronade an die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg a. d. H. Frau Dr. Dietlind Tiemann lud als Schirmherrin dieses Events alle Fanfarenzüge, die Vereine anderer Genres sowie die vielen Fans für den 14. Juni 2014 in die Havelstadt ein, wo im Stahlstadion im Rahmen des 2. Landesturnfestes Brandenburg die 24. Fanfaronade ausgetragen wird.

MTB-Vizepräsident Bernd Schenke dankte allen Aktiven und Verantwortlichen der Vereine für ihr großes Engagement an diesem Tag. Sein besonderer Dank galt dem ausrichtenden Fanfarenzug Potsdam und den mehr als 60 Helfern für eine hervorragende Organisationsleistung und der Stadt Potsdam für die gewährte Unterstützung. Potsdam war ein beispielhafter Gastgeber sowohl für alle Aktiven als auch für die vielen Zuschauer aus Nah und Fern. Brandenburg a.d.H. wird dem ganz sicher in keiner Weise nachstehen.

 

Ergebnisübersicht:

1. Division/Marsch
Sieger Potsdam 92,21 Pkt.; 2. Dresden 91,94 Pkt.; 3. Berlin 90,58 Pkt.;  4. Strausberg 89,50 Pkt.

1. Division/Show
Sieger Potsdam 91,85 Pkt.; 2. Strausberg 89,96 Pkt.; 3. Berlin 88,29 Pkt.; 4. Dresden 87,77 Pkt.

Gesamtwertung
Sieger Potsdam 184,06 Pkt.; 2. Dresden 179,71 Pkt.; 3. Strausberg 179,46 Pkt.; 4. Berlin 178,87 Pkt.

2. Division/Marsch
Sieger Großräschen 85,04 Pkt.; 2. Neustrelitz 82,00 Pkt.; 3. Neubrandenburg 81,64 Pkt.; 4. MargaFanfaren 80,05 Pkt.; 5. Buxtehude 77,60 Pkt.; 6. Templin 75,21 Pkt.
 
2. Division/Show
Sieger Großräschen 85,19 Pkt.; 2. Neubrandenburg 82,31 Pkt.; 3. Neustrelitz 81,77 Pkt.; 4. MargaFanfaren 81,21 Pkt.

2. Division Gesamtwertung
Sieger Großräschen 170,23 Pkt.; 2. Neubrandenburg 163,95 Pkt.; 3. Neustrelitz 163,77 Pkt.; 4. MargaFanfaren 161,26 Pkt.

Offene Klasse/Marsch (nur Spielmannszüge)
Sieger FTV Stahl Brandenburg 88,99 Pkt.; 2. SG Mittenwalde Spielmannszug 1926 86,33 Pkt.; 3. Elsterwerda SV 94 79,39 Pkt.
 
Offene Klasse/Show
Sieger Fanfarenzug Greiz 79,98 Pkt.    


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