Marcel Schilling

Ausführliche Fassung des Textes aus dem Magazin BewegtBerlin, Nr. 2 (März/April 2021)

 


Zur Person

Marcel Schilling (33) ist Bioinformatiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Hamburg und Vorstandsmitglied der BTJ.

 

 

Wir hatten im BTJ-Vorstand vor etwa zwei Jahren überlegt: Wie machen wir das mit der Zusammenarbeit, wenn ich ab jetzt in Hamburg bin …? Also war digitales Kommunizieren unser Thema.


Seit 2001 gehöre ich zum BTJ-Veranstaltungsteam und war damals Nicoles Sorgenkind. Weil ich mich öfter nicht zurückgemeldet habe auf Anfragen. Da kam manches noch per Brief … Heute genügt ein gemeinsamer Kalendereintrag und man kann schnell über verschiedene Kanäle kommunizieren.


Ein Punkt zur Digitalisierung: Es gibt viel Wildwuchs, weil jeder seine eigenen Kanäle bedient und viel parallel gearbeitet wird. Deshalb prüfen wir in der BTJ, wo es Sinn hat, etwas allein auf die Beine zu stellen oder lieber mit der DTJ und dem BTFB Lösungen zu finden. Wir müssen uns abstimmen: Wo wollen wir hin, was wollen wir wie erreichen? Das ist auch meine generelle Empfehlung: Vorher die Strategie klären und die Kapazitäten hinterfragen, um langfristig gut agieren zu können.


In der BTJ diskutieren wir über eine Tuju-App: Was sollte die alles können? Vorstandskommunikation, Kommunikation mit und im Veranstaltungsteam, Anmeldungen, Veranstaltungsmanagement. Es geht um Rechtssicherheit, welche Daten erhebt man, wie werden die gespeichert usw.


Es ist nur sinnvoll, wenn eine Datenbank hinterlegt ist. Das ist ein ewiges Thema, das wir im BTFB und der BTJ seit 10 Jahren diskutieren. Wie oft werden wir angesprochen: Wo kann ich mein Kind zum Kinderturnen anmelden, wo ist der nächstgelegene Verein, warum habt ihr keine Online-Anmeldung…? Heutzutage erwarten die Interessenten Lösungen, mit denen sie das alles in einem Schritt mit dem Smartphone lösen können. Oder sie über die App immer dann benachrichtigt werden, wenn es in ihrem Bezirk noch freie Plätze im Kinderturnen gibt, die sie sofort mobil buchen können.


Also: Wenn eine Tuju- oder BTFB-Verbands-App sinnvoll sein soll, dann muss sie datenbankbasiert sein. Das ist technisch nicht unbedingt so schwierig und lässt sich mit einem einmaligen Aufwand lösen. Aber: Wer liefert die Unmengen an Daten und wer pflegt sie …?


Eine zentrale Datenbank hat den Vorteil, dass man aus ihr alle Kanäle bedienen kann, und man sich als Mitglied oder Interessent nur ein einziges Mal anmelden muss. Darüber können auch alle Fragen des Datenschutzes, der persönlichen Datenfreigabe etc. erfasst und aktuell gehalten werden.


In diesem Zusammenhang haben wir in der BTJ auch die Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes diskutiert. Hier sehen wir den großen Bedarf, kurzfristig zu Lösungen zu kommen.

 


Foto: Juri Reetz

Verbandsmagazin








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