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TSV Berlin-Wittenau gewann Berliner Zukunftspreis

Datum: 09.11.2012

Aber auch der TuS Wannsee konnte sich gut in dem Wettbewerb platzieren.

Was bislang der Innovationspreis (2009-2011) war, das ist jetzt der Zukunftspreis des Berliner Sports. Hier werden herausragende Vereine ausgezeichnet, die durch ihr ehrenamtliches Engagement, durch tolle Ideen und Initiativen, interessante Angebote und Kooperationsmodelle bewiesen haben, dass sie den Herausforderungen der heutigen Zeit gewachsen sind. Zwei Klubs, die das T (Turnen) in ihrem Briefkopf tragen, kamen bei dem vom Landessportbund und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin initiierten und mit stolzen 20.000 Euro dotierten Wettbewerb unter die Top 8, der TSV Berlin-Wittenau als Sieger und TuS Wannsee als Fünftplatzierter. Kurioser Weise blicken beide auf das gleiche Gründungsjahr (1896) zurück – Zufall oder ?.

„Wenn man den Verein nicht erfunden hätte, so müsste man ihn erfinden. Er bildet die Basis des organisierten Sports, um deren Strukturen uns andere Länder beneiden“, erklärte LSB-Präsident Klaus Böger im festlich geschmückten Bärensaal des Alten Stadthauses, wo die Sieger geehrt wurden. Auch Dr. Marion Bleß, Vorstand der Stiftung und der Deutschen Klassenlotterie Berlin, zeigte sich sehr angetan von den vielen guten Projekten, die sie gemeinsam mit einer kompetenten Jury zu beurteilen hatte.

Die Vertreter der acht Vereine und eine große Anzahl von Ehrengästen, darunter Sport-Staatsekretär Andreas Statzkowski, hatten an weiß gedeckten und mit Kerzenständern versehenen Tischen Platz genommen und waren begeistert von dem Ambiente eines der schönsten Säle der Stadt und der Atmosphäre, die solch einer Veranstaltung durchaus würdig war, einschließlich einer gelungenen Darbietung in Form eines dreiteiligen Showblocks seitens des TSV Spandau 1860.

Mit seinem Programm „Aus alt mach neu“, wobei traditionelle Vereinsangebote durch Marketingmaßnahmen attraktiv ausgerichtet worden waren, überzeugte der TSV Wittenau vollends die Jury-Mitglieder. Die neu ins Leben gerufene Kampagne der Milchzahn-Athleten mit den Untergruppierungen „Die Entdecker“ (1-2,5 Jahre), „Die Eroberer“ (2,5-4 Jahre) und die „Abenteurer“ (4-6 Jahre) hat inzwischen für enormen Zulauf gesorgt. Vereinsmanagerin Elke Duda, nachdem sie als Anerkennung für die geleistete Arbeit die Glastrophäe und ein 6.000-Euro-Scheck in Empfang genommen hatte: „Das Geld können wir gut gebrauchen, um neue Trainer und Übungsleiter zu bezahlen, denn der Andrang zu unserem jetzigen Projekt ist riesengroß.“

Aufs imaginäre Treppchen kamen mit ebenfalls überzeugenden Modellen der Wind-Surfing Verein (Kletterwand am vereinseigenen Schiff) und der Sportverein Pfefferwerk (Betreuung von derzeit 50 Schul-AGs), doch der TuS Wannsee hätte durchaus auch dahin gehört. Was der Verein leistete, ist schon außerordentlich bemerkenswert. Vor vier Jahren hatte sich die Situation für den Verein kritisch zugespitzt, weil die 1960 gebaute Bezirkssporthalle in der Zehlendorfer Königsstraße wegen grober Mängel nicht nur von einer vorübergehenden, sondern sogar von einer dauernden Schließung bedroht war.

Der 1. Vorsitzende Joaquim Nicolai und sein Stellvertreter Felix Barth krempelten die Ärmel hoch und suchten nach einem Ausweg. Es gelang ihnen, das Allerschlimmste zu verhindern, weil die Mitglieder ihre Zustimmung gaben, dass die Halle durch Eigeninitiative wieder auf Vordermann gebracht und saniert werden sollte. Zunächst wurde ein Pachtvertrag  geschlossen mit der Option eines käuflichen Erwerbs, der inzwischen auch geschehen ist  und die Garantie für viele Angebote bildet.

2 tolle Vereine mit tollen Projekten, die diese Würdigung ihrer Arbeit wirklich verdient haben – wir gratulieren unseren Mitgliedsvereinen TSV Berlin-Wittenau und TuS Wannsee.


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